Respekt-Rente – eine begrüßenswerte Verwirklichung der Vorhaben aus dem Koaltitionspapier

Der Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg (LAKA) begrüßt eine Respekt-Rente für Menschen, die 35 Jahre und mehr gearbeitet haben, aber aufgrund ihres niedrigen Lohnes zusätzlich zur Rente auf Sozialleistungen angewiesen sind. Diese Respekt-Rente käme auch vielen Migrantinnen und Migranten zugute, die hier viele Jahre harte Arbeit für sehr wenig Lohn geleistet haben und deshalb heute ihre Rente mit Sozialleistungen aufstocken müssen.

Der LAKA befürwortet jedoch im Sinne der Gerechtigkeit für alle eine Bedürftigkeitsprüfung für Anwärterinnen und Anwärter der Respekt-Rente, damit auch nur die Menschen davon profitieren, die sie benötigen. Das hat unserer Meinung nach nichts Diskriminierendes an sich, sondern ist ein normaler Ablauf, der auch in anderen Ländern so gehandhabt wird.

Es bleibt jedoch festzuhalten, dass nur höhere Löhne – damit auch die Steigerung des Mindestlohnes auf mindestens 12 Euro – und die Ausweitung der gesetzlichen Rente zur Bürgerversicherung eine grundsätzliche Lösung der Herausforderung Altersarmut in unserer Gesellschaft sind.